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Bei der Gärtnerei Maier im Wehr-Brennet geht eine Ära zu Ende

Do, 29.Dezember.2022

Anzeige Guter Service und Qualität, Kreativität und Fachwissen. Gerda und Bernhard Maier legen ihr Lebenswerk "Blumen Maier" in jüngere Hände

Auf den verdienten Ruhestand freuen sich Gerda und Bernhard Maier. Aus der Welt sind sie aber nicht. OLD

Am 1. Januar ist endgültig Schluss: Nach langer Suche hat die Gärtnerei Maier im Wehr-Brennet eine Nachfolge gefunden. Gerda und Bernhard Maier übergeben ihr Geschäft an Kathrin und Bernhard Küpper.

43 Jahre standen sie Tag für Tag im Betrieb, jetzt sind sie froh, dass ihr Lebenswerk fortgeführt wird. Wie wohlverdient der Ruhestand ist, wird deutlich, wenn der heute 69-jährige Gärtnermeister Bernhard Maier von seinem Berufsleben erzählt, das vor 56 Jahren seinen Anfang nahm. Mit knapp 14 Jahren begann er seine Ausbildung zum Zierpflanzen-Gärtner in Schopfheim, um einmal in die Fußstapfen seines Vaters Alois Maier zu treten. Dieser hatte den Betrieb 1949 gegründet, die erste Erweiterung mit dem Bau des Wohnhauses folgte 1976. Sein Sohn Bernhard übernahm mit seiner Frau Gerda 1984 und baute 2003 das heutige Ladengeschäft mit einer Verkaufs- und Ausstellungsfläche von 1000 Quadratmetern. Dazu kommen rund 4000 Quadratmeter beheizbare Produktionsflächen in den Gewächshäusern. Rund 40 Gärtner bildete Bernhard Maier, der 20 Jahre lang den Posten des Kreisgärtnermeisters innehatte, in seiner Laufbahn aus, sieben von ihnen legten den Meistertitel ab. Ebenso viele Floristen erlernten bei Blumen Maier ihr Handwerk.

Heute zählt der Betrieb neben Bernhard und Gerda Maier 17 Mitarbeiter, die beim Generationenwechsel von Kathrin und Bernhard Küpper alle übernommen werden. Beide haben sich den Schritt gut überlegt: „Wir spielten den Gedanken immer wieder durch", verrät Kathrin Küpper. Aber so richtig ernst wurde es erst im vergangenen Jahr, denn für die Maiers war klar, irgendwann ist endgültig Schluss.

Noch präsentiert sich der Verkaufsraum von Blumen Maier in Wehr-Brennet weihnachtlich, doch schon bald wird hier wieder bunte Frühlingspracht Einzug halten. OLD
Noch präsentiert sich der Verkaufsraum von Blumen Maier in Wehr-Brennet weihnachtlich, doch schon bald wird hier wieder bunte Frühlingspracht Einzug halten. OLD

Den Nachfolgern ist wichtig, was schon bisher eine große Rolle spielte: Sich abheben als Fachgeschäft, guter Service und Qualität, Kreativität, Fachwissen und vor allen Dingen Regionalität. So kommen die Lieferanten und Produzenten von Blumen Maier aus dem Ländle, Christbäume aus der nahen Region. ,,Unsere Gartencenter-Partner sind Teil der Region und damit unserer Heimat", verdeutlicht Bernhard Maier, dessen besondere Liebe zu Blumen sich in den weithin bekannten Weihnachtssternen der Gärtnerei ausdrückt. Rund 5000 Exemplare tauchen das Gewächshaus in der Vorweihnachtszeit in ein blühendes Lichtermeer, aus kleinen Setzlingen groß gezogen ohne jeden Einsatz von Pestiziden. Zur Bekämpfung der weißen Fliege setzt der Gärtnermeister vielmehr Nützlinge ein.

Noch so eine Besonderheit ist die von Bernhard Maier 2004 initiierte Schmetterlingsausstellung. Ganze Schulklassen bestaunten im subtropischen Gewächshaus die verschiedensten Schmetterlinge in allen Entwicklungsstadien und waren ebenso wie der Hausherr selbst vom Schmetterlingsfieber infiziert.

Bleibt die Frage nach dem weinenden Auge nach so langer Berufstätigkeit. „Es gibt kein weinendes Auge", versichert Gerda Maier schmunzelnd. Denn so ganz weg sein werden sie nicht, vielmehr ihren Nachfolgern beim Fußfassen" gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Von 100 auf Null, das gehe ja nicht. Schon gar nicht für einen, der im nächsten Leben wieder Gärtner werden würde, nur mit ein bisschen weniger Bürokratie.


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