Freisprechungsfeier der Schreinerinnung Freiburg in der Gewerbe-Akademie Freiburg

Donnerstag, 15.07.2021 um 09:24 Uhr

Anzeige Ausbildung auf hohem Niveau wird belohnt

Hier arbeitet ein Schreinergeselle an einem Stuhl. Die Gesellenstücke der Prüflinge der Schreinerinnung Freiburg waren weitaus aufwendiger. FOTO: SVEN HOPPE (DPA)

Donnerstag, 15.07.2021 um 09:24 Uhr

FREIBURG. Drei Jahre lang haben sie gesägt, gehobelt, geschliffen, komplexe Maschinen bedient und schließend das Gelernte mit einem Gesellenstück gekrönt. Deshalb ist für die 34 ehemaligen Auszubildenden der Schreinerinnung Freiburg am Freitag, 30. Juli, ein ganz besonderer Tag: Sie werden in der Gewerbe-Akademie Freiburg feierlich freigesprochen und dürfen ihren Gesellenbrief in Empfang nehmen.

Bedingt durch die Corona-Pandemie ist eine Teilnahme an der Veranstaltung, die um 18 Uhr in der Wirthstraße 28 beginnt, nur mit einer Anmeldung bei der Geschäftsstelle der Innung Freiburg möglich. Neben den Ehrengästen können natürlich die Neugesellinnen und -gesellen mit zwei Begleitpersonen teilnehmen. Es gelten die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. 

Grußworte richten Kreishandwerksmeister Michael Rauber sowie von der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau der stellvertretende Abteilungsleiter für Gewerbekunden, Christian Gruber, an die Festgesellschaft. In Nicht-Pandemie-Zeiten – und voraussichtlich zukünftig wieder – findet in der Meckelhalle der Sparkasse diese Feier verbunden mit einer zweiwöchigen Ausstellung der Gesellenstücke statt. Doch aufgrund von Corona muss die Ausstellung ebenso entfallen wie die Ausrufung des „Schreinerstars“, der normalerweise für sein in der Gunst der Öffentlichkeit am höchsten bewertetes Gesellenstück geehrt wird. Doch man hoffe, so Bernhard Schwär, der als Obermeister der Schreinerinnung Freiburg deren Geschicke bereits seit 28 Jahren lenkt, diese Tradition in 2022 wieder weiterführen zu können.

Umso mehr freut sich die Innung auf ihre weiteren Ehrengäste. Es sind dies der Festredner Johannes Ullrich, Präsident der Handwerkskammer Freiburg, sowie Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landes Baden-Württemberg, der einen Festvortrag zum Thema „Jugend und Zukunft“ hält.
   

Führt Stift und Innung sicher: Bernhard Schwär. FOTO: ANITA FERTL 
Führt Stift und Innung sicher: Bernhard Schwär. FOTO: ANITA FERTL 

Apropos Zukunft: „Auch in diesen besonderen Zeiten sind wir ein Garant für eine gute und hochwertige Handwerksausbildung“, stellt Obermeister Schwär fest. „Und dies erkennen gerade jetzt noch immer genug junge Menschen, da nach aktuellen Zahlen des Baden-Württembergischen Wirtschaftsministeriums ansonsten auf 14 Lehrstellen nur rund zehn Bewerber kommen.“ Daher ist es für den Chef der Schreinerinnung Freiburg, die sich aktuell bereits im 195. Jahr nach ihrer Gründung befindet, so wichtig, eine Ausbildung auf hohem Niveau anzubieten.

Hierzu zählen für ihn auch immer wieder Absprachen mit dem Landesverband und der Handwerkskammer. Gerade befinde man sich auch mit der zuständigen Freiburger Friedrich-Weinbrenner-Gewerbeschule in Absprachen, was den Berufsschulunterricht betrifft. Dies ist für den Obermeister elementar, um für die rund 70 Innungsbetriebe und die insgesamt rund 100 Lehrlinge die besten Lösungen zu finden.

Auch bei den Ausbildungsinhalten spielen Ökologie und Zukunftsfähigkeit eine immer größere Bedeutung, obwohl das Holz an sich schon seit Jahrhunderten mit der natürlichste nachwachsende Werkstoff ist. „Und genau dieser, sowie das kreative Potenzial beim Gestalten von Einrichtungen und Möbeln, reizt immer viele junge Menschen, sich für eine Schreinerausbildung zu interessieren“, so nochmals Bernhard Schwär, der sich freut, den 34 erfolgreichen Prüflingen zu ihrem gelungenen Berufsabschluss zu gratulieren und die Gesellenbriefe auszuhändigen.

Für die feierliche musikalische Note sorgen Stella Xu an der Geige und Larissa Alimowa am Klavier, die mit ihren Weisen durch den Abend leiten. anfe


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