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Garten im Sommer

Samstag, 13.06.2020 um 06:37 Uhr

Anzeige Halbzeit im Gemüsegarten

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Im Gemüsegarten tut sich was: Es ist Halbzeit, deutlich zu erkennen am Ernteschluss für Spargel und Rhabarber um Johanni, damit sich die Pflanzen im Rest der Vegetationszeit fürs nächste Jahr kräftigen. Daher nun beide Kulturen düngen. Regnet es danach nicht bald, gründlich gießen.  
 
Im Juni muss man noch einmal richtig ran an Saat und Pflanzung, denn mit der Sommersonnwende stellt sich das Jahr um: Die Tage werden kürzer. Das merken die Pflanzen und wollen die Zeit nutzen. Jetzt können noch Stangenbohnen, Gurken, Kürbisse, Zucchini, Tomaten, Sellerie, Paprika und Zuckermais gesät oder gepflanzt werden, für manches ist jetzt allerdings auch höchste Zeit. 

Folgesaaten bereichern die Palette 

Man plant Folgesaaten von Kopfkohl, Blumenkohl, Kohlrabi, Salat, Möhren und Buschbohnen, vielleicht noch eine Erbsensaat, die Salatpalette bereichert man mit der Saat von Römischem oder Bindesalat bis Ende Juni. Dicke Bohnen, Spinat, Kohlrabi sind abgeerntet. Ihnen folgt auf dem Fuß Radicchio mit der Saat zwischen Mitte Juni und Mitte Juli. Man pflanzt Grün- und Rosenkohl. 

Vor jeder Saat oder Pflanzung wird der Nährstoffvorrat im Boden ergänzt. Zu enge Saaten von Möhren, Mangold, Rote Bete, Radieschen, Rettich, Fenchel und dergleichen sind auszudünnen. Übliche Pflegearbeiten gehen weiter. Wichtig ist, dafür zu sorgen, dass die Erde locker bleibt und nicht durch heftigen oder langdauernden Regen verschlämmt. Die alte Gärtnerweisheit, wonach Gemüse groß gehackt werden muss, ist nach wie vor gültig. Man hackt flach, verhindert damit uneingeschränkte Verdunstung von Bodenwasser, vernichtet zugleich Unkräuter im Entstehen. Eine Mulchdecke hilft ebenfalls, bei Trockenheit Wasser zu sparen. 

Auch Obstgehölze stellen sich darauf ein, dass die zweite Hälfte der Wachstumszeit beginnt. Um den 24. Juni setzt der natürliche Fruchtfall vor allem bei Äpfeln und Birnen ein, dem man mit gezieltem Auspflücken zu dichten Behangs zuvorkommt. 
   
Die Erdbeerernte ist in vollem Gang, bei Stachelbeer- und Johannisbeerbüschen hat die Ernte ebenfalls begonnen. Stachelbeerbüsche sind häufiger auf Befall mit Stachelbeerblattwespe zu kontrollieren, zuerst im Innern der Sträucher, wo die Larven fast unbemerkt fressen. Spitzendürre Triebe an Kirschen sind bis ins gesunde Holz zurückzuschneiden. Bei sommerlicher Trockenheit sind vor allem Beerenobststräucher und Spalierobst ausgiebig zu wässern. Ilse Jaehner

Info

Kaffeeersatz als Dünger

Manches Extra für den Garten fällt en passant an. Etwa Kaffeesatz. Denn Kaffeesatz ist ein guter Dünger mit Kalium, Phosphor und Stickstoff – Pflanzennährstoffe also. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät, den Kaffeesatz entweder mit Blumenerde zu mischen oder ihn nachträglich in den Topf oder auf das Beet zugeben. Zuvor – und nach der Kaffeezubereitung – muss der Kaffeesatz aber erst trocknen, sonst droht Schimmelbildung. Da Kaffeesatz leicht sauer ist, empfiehlt er sich besonders für Pflanzen, die dieses Milieu schätzen. dpa

Fürs nächste Jahr

Der Ziergarten: Hier wird jetzt nachgelegt

Sonnenblumen werden bald viele Gärten schmücken. FOTO: VOLKER HUBER
Sonnenblumen werden bald viele Gärten schmücken. FOTO: VOLKER HUBER
Zunächst sei daran erinnert, dass fürs nächste Jahr gesorgt werden muss. Also sät man Zweijahrsblumen, zuerst Marienglockenblumen, Bartnelken, Stockrosen, Goldlack und Königskerzen. Es folgen Stiefmütterchen, Tausendschön, Vergissmeinnicht, Judassilberling und Fingerhut. Frühe Saat fasst man vor allem dort ins Auge, wo es zeitig Herbstwird. Robustere Arten wie Fingerhut, Vergissmeinnicht und dergleichen können gleich auf ein Saatbeet gesät werden, anspruchsvollere in Töpfe oder man kauft Setzlinge.

Die Gelegenheit, Stauden durch Saat zu vermehren, ist günstig. Dazu eignen sich allerdings nur solche, die „echt aus Samen fallen“, keine aus Kreuzungen gewonnene Hybridsorten. Der Juni ist die beste Zeit, Wasserpflanzen zu setzen, weil das Wasser jetzt angenehm warm geworden ist.

Der Steingarten macht eine kleine Pause zwischen den Jahreszeiten Frühling und Sommer. Der eigentliche Frühjahrsflor ist vorbei, Grenzgänger sind verschiedene Steinbreche, niedrige Glockenblumen, mehrere Nelken und dergleichen. Staudenarten mit Flor im April und Mai können nach der Blüte aufgenommen, geteilt und so verjüngt an andere Plätze gesetzt werden. Ziemlich oft verjüngt werden müssen Felsensteinkraut (Alyssum), rote und rosa blühende Gänsekresse (Arabis), rote und rosa blühende Blaukissen (Aubrieta). Auch Lupinen und Frühlingsmargeriten halten nicht lange aus. Allenfalls verlangsamt gute Pflege den Alterungsprozess. Dagegen erweisen sich Tränen des Herz, Christ- und Lenzrosen sowie Pfingstrosen als ausgesprochen langlebig.

Späte Sorten von Rhododendren und Azaleen stehen in voller Blüte. Auf Staudenrabatten blühen Rittersporn, Lupinen, hohe Glockenblumen, Mohn, Gartenmargeriten, Schwertlilien, Taglilien, Nelken, Schafgarbe und Sonnenröschen. Einjährige Sommerblüher beteiligen sich. Es blühen ferner Zweijahrsblumen wie Fingerhut, Königskerzen und Stockrosen.

Wie in den vergangenen Monaten entfernt man überall dort, wo keine Samen entstehen sollen, das Verblühte. Man hält die Erde zwischen den Pflanzen locker, entfernt Unkraut, mulcht wo möglich und sinnvoll, mäht Rasen je nach Halmzuwachs, wässert bei Trockenheit. Rosen müssen nach dem ersten Flor gegen Ende Juni gedüngt werden, Rhododendren spätestens, wenn die jungen Triebe schieben. Gegen Ende Juni/Anfang Juli werden laubabwerfende Hecken geschnitten, danach gedüngt. ij
   

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