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25 Jahre Schindler Endoskope Technologie GmbH in Gutach

Samstag, 07.12.2019 um 10:58 Uhr

Anzeige Schindler Endoskopie Technologie GmbH in Gutach hat erweitert / Herstellung für Anwendungen in Industrie und Medizin

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In Kliniken ist minimalinvasives Diagnostizieren und Operieren in vielen Fachgebieten üblich. Für Patienten bringt dies enorme Vorteile. Ein Unternehmen, das dies möglich macht, ist die Firma Schindler Endoskope Technologie GmbH in Gutach. Sie besteht jetzt 25 Jahre und hat zu diesem Jubiläumauch ihr neues Erweiterungsgebäude fertiggestellt. In ihm ist künftig die Mechanik zur Herstellung der filigranen Teile der Endoskope angesiedelt. 

Das Familienunternehmen, das noch viel von Hand und mit Mikroskop fertigt, wird von Siegfried Schindler geleitet. Der gelernte Werkzeugmachermeister, der sich zuvor in der Medizintechnik qualifizierte, hat es seit 1994 aufgebaut. 2018 hat er die Geschäftsleitung erweitert; mit Bernd und Simon Schindler sind Bruder und Sohn als Mitgesellschafter dazugekommen. 

Die Schindler GmbH entwickelt, produziert und vertreibt hochwertige Endoskope sowie die zugehörigen Kameras, die Lichtquellen und weitere Zubehörprodukte. Sie verfügt dafür über eine vollstufige Produktion mit eigener Faseroptik, optischen Systemen, Elektronik und einer Mechanikabteilung, die in kurzer Zeit auch Einzelfertigungen oder kleine Serien ermöglicht. Produziert wird für Anwendungen in der Medizin und für industrielle Zwecke. 

Meist als Sonderlösungen werden in der Industrie hitze- oder druckbeständige Endoskope mit Spezialobjektiven benötigt. Diese dienen, etwa bei Stahl- oder Glasproduktion, der Prozessbeobachtung. „Das sind dann oft komplexe optische Geräte, die auch fest in eine Produktionsanlage eingebaut sind“, erläutert Siegfried Schindler.
  
Feinmotorik und Mikroskop sind bei derHerstellung von Endoskopen unentbehrlich.
Feinmotorik und Mikroskop sind bei der
Herstellung von Endoskopen unentbehrlich.
Für medizinische Anwendungen werden Endoskope in der für jede Disziplin erforderlichen Länge, Stärke und Bildqualität hergestellt – ob für Arthro-, Zysto-, Laparo- und Bronchoskopien oder für besonders kritische Distanzen in der Neurologie. Die Durchmesser der Geräte bewegen sich dabei zwischen 1,4 und zehn Millimeter, wobei sie alle noch eine präzise berechnete und montierte Innenausstattung haben. „Für die Ausleuchtung des Objekts sorgen die eingezogenen Faserstränge und auch für die Bildrückführung von der vorne im Endoskop sitzenden Kamera sind sie entscheidend“, erklärt Bernd Schindler. Das mache dann – neben den starren – auch flexible Endoskopemöglich.

Bei diesen, für den Patienten angenehmeren Geräten geschieht die Bildübertragung konventionell, wobei jede von rund 20000 Fasern einen Bildpunkt leitet oder sie erfolgt meist schon digital. „Direkt von Objektiv zu Okular und Prozessor“, nennt das Simon Schindler. Zur Bildaufbereitung fehlt dann noch ein aufgeschraubter, mit Vergrößerungslinsen ausgestatteter TV-Adapter, der in Gutach auch gebaut wird. Mit all dem entstehen Bilder aus dem Körperinnern von höchster Auflösung. „Wir erreichen HD- oder 4KQualität“, resümiert der Chef, der jetzt noch weitere Optimierungschancen sieht.

Im Erweiterungsbau – hinter dem Hauptgebäude – wird Schindler künftig zusätzliche Einzelteile herstellen; seine Fertigungstiefe also erhöhen. Das Unternehmen macht sich damit unabhängiger von Zulieferern. Die Absicht dahinter: Lieferfähigkeit und Qualitätssicherheit sollen noch wachsen. ban 
Schindler Endoskopie Technologie GmbH

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