Schreinerinnung Freiburg freut sich über stabile Auftragslage

Donnerstag, 05.11.2020 um 07:43 Uhr

Anzeige Die Schreinerinnung Freiburg freut sich über stabile Auftragslage – Gesundheitsschutz oberste Priorität

Schreinerinnung Freiburg bleibt selbstbewusst FOTO: DPA

Donnerstag, 5.11.2020 um 07:43 Uhr

FREIBURG. Homeoffice, Video- und Telefonkonferenzen: In vielen Branchen wurde in den vergangenen Monaten am heimischen Schreibtisch gearbeitet. Im Schreinerhandwerk ein Ding der Unmöglichkeit – muss doch das Möbelstück in der Werkstatt gezimmert und beim Kunden montiert werden. Entsprechend blickt die Schreinerinnung Freiburg zwischen Hygienevorschriften und Veranstaltungsausfällen auf Monate großer Herausforderungen zurück – aber auch zuversichtlich in das kommende Jahr. „So viel Normalität wie möglich aufrecht erhalten bei gleichzeitiger Gewährleistung des Gesundheitsschutzes“, fasst Obermeister Bernd Schwär das Credo der Innung zusammen.
    

Gerademomentan versteht sich die Innung als Unterstützer und Ansprechpartner für ihre etwa 70 Schreinerbetriebe. Es wird an einem auf die Arbeitsbedingungen des Handwerks angepassten Hygienehandbuch gearbeitet, um den Mitgliedern größtmögliche Sicherheit zu garantieren. Wo es geht, sollen interne Absprachen und Kundengespräche telefonisch geführt werden. Da auf Beratung und Montage vor Ort jedoch nicht komplett verzichtet werden kann, ist es der Innungsleitung umso wichtiger einen gemeinsamen Leitfaden für den Gesundheitsschutz zu erstellen. Auch mit Berufsschulen ist die Schreinerinnung eng verbunden, um die Qualität der Ausbildung trotz Onlineunterricht und Schulausfall zu gewährleisten. „Das Schreinerhandwerk erfreut sich unter Azubis großer Beliebtheit, die wir unbedingt erhalten wollen“, so Schwär.
   

Denn die Lehrlingszahlen bleiben im Traditionshandwerk stabil. Jährlich schließen in Betrieben der Freiburger Innung etwa 30 Gesellinnen und Gesellen ihre Schreinerausbildung ab – Tendenz steigend. Die Beliebtheit des Berufes erklärt sich Schwär mit dem „positiven Image unseres Handwerks in der Öffentlichkeit“, attraktiver Ausbildungsvergütung und vergleichsweise sicherer Berufsperspektive. Diese ist nicht zuletzt der stabilen Auftragslage geschuldet, welche den Schreinerbetrieben Grund zum Optimismus gibt.
    

Obermeister Schwär PRIVAT
Obermeister Schwär PRIVAT

Neben dem Arbeitsalltag in den Betrieben sind vor allem auch Innungsaktivitäten von Maßnahmen zum Gesundheitsschutz betroffen. Abstriche mussten die Schreinereien vor allem im Veranstaltungsbereich machen. Nachdem im Sommer die Gesellenfreisprechung noch unter strengen Auflagen stattfinden konnte, haben sich die Betriebe auf die Absage der restlichen für das Jahr 2020 geplanten Veranstaltungen verständigt. Entsprechend entfällt die Mitgliederversammlung im November und wird voraussichtlich am 11. März 2021 stattfinden. Dem setzt die Innung ein verstärktes Auftreten im digitalen Raum entgegen. Die neugestaltete Homepage überzeugt mit einem modernisierten Layout und neuen Inhalten. Ein Jahreskalender bietet Überblick über sämtliche Innungstermine. Im 192. Jahr ihres Bestehens blickt die Innung nicht nur zuversichtlich in die Zukunft, sondern auch reflektierend zurück. Es wird an einer Chronik sowie einem Archiv gearbeitet, welches zu gegebener Zeit veröffentlicht werden soll. Schon jetzt steht für Interessierte eine Bildergalerie mit sämtlichen Gesellenstücken der letzten 16 Jahre online bereit.

Die Schreinerinnung will weiterhin für ihre Kunden vor Ort sein und „freut sich auf eine Zeit in der öffentliche Veranstaltungen wiedermöglich sind“, so Obermeister Schwär abschließend. selb


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