Mehr Raum für Bildung

Freitag, 29.01.2021 um 11:33 Uhr

Anzeige Der Umbau der Marie-Luise-Kaschnitz-Schule in Bollschweil ist fertiggestellt

Mehr Platz für neue pädagogische Konzepte bietet nun die Ganztagsschule in Bollschweil.
FOTO: ANITA FERTL

Freitag, 29.01.2021 um 11:33 Uhr

BOLLSCHWEIL. Das neue Jahr ist trotz coronabedingten Distanzlernens in Bollschweil mit einer guten Nachricht gestartet: Seit Ende 2020 ist nun der Umbau zur Ganztagsgrundschule komplett abgeschlossen. Im Zuge der Arbeiten wurde die Marie-Luise-Kaschnitz-Schule zudem energetisch saniert und der Brandschutz ertüchtigt.  

Die Baumaßnahmen waren nötig geworden, weil die Grundschule 2016 als Ganztagsschule aufgestellt wurde; daher mussten auch die Räumlichkeiten an das neue pädagogische Konzept angepasst werden.

Höfler & Stoll

Die Schule bestand aus zwei Gebäudebereichen, einen im Jahr 1953 erbauten und einen 1993 ergänzten. Und dort hakte es zudem bautechnisch: Wegen eines undichten Dachs musste der Hausmeister mehr als einmal Regenwasser mit Eimern und Schüsseln auffangen, und auch energetisch sowie brandschutztechnischlag manches im Argen – diese Probleme gehören nun der Vergangenheit an. Bereits im Februar 2019 rollte der Bagger an und setzte mit dem Abriss der Schulhausmeisterwohnungen den Startpunkt zu den Arbeiten. Denn auf eben diesem Grundstück wurde der Neubau errichtet, der eine Mensa inklusive Projektküche als weiteres Ganztagsbetreuungsangebot sowie zwei zusätzliche Lernräume beherbergt. 

Ohnehin gibt es kaum einen Raum in der Schule, in dem die Bauarbeiter nicht Hand angelegt haben. Neu gestaltet wurde der Eingangsbereich an der Westseite des Gebäudes, das nun trotz vieler verschiedener Ebenen dank eines Lifts barrierefrei ist. Ein weiterer Zugang besteht über den Hof. Der Altbau bekam einen neuen Unterbau samt neuem Dach, so dass das gesamte Gebäude als zusammenhängendes Modul wahrgenommen wird. „Uns war wichtig, dass wir trotz der vielen verschiedenen Baukörper eine Einheit schaffen, so dass die Schule einen Wiedererkennungswert hat“, sagt der ausführende Architekt Richard M. Stoll von den Heitersheimer Architekten Höfler & Stoll, die auch die Bauleitung innehatten.

Das Dach wurde in diesem Zug für eine später hinzukommende Photovoltaikanlage vorbereitet. Nach aktuellen Vorgaben umgesetzt sind Brandschutz und Fluchtwege. Dafür wurden im Gebäude Brandschutztüren und an der nördlichen Stirnseite eine Fluchttreppe angebracht. Die Schule hat nun einen Anschluss an das örtliche Fernwärmenetz, das aus Holzhackschnitzel aus heimischem Holz betrieben wird.

Für die Baumaßnahmen fielen Investitionen von mehr als 1,7 Millionen Euro an; das sind rund zehn Prozent mehr als ursprünglich geplant. Die Gemeinde erhielt aus drei Fördertöpfen Zuschüsse von insgesamt knapp 40 Prozent, sagt Stoll. Aus diesen Mitteln konnte nun die im Herbst 2016 gestartete Ganztagsschule optimal ausgestattet werden.

Herzstück des Neubaus: die Mensa FOTO: ANITA FERTL
Herzstück des Neubaus: die Mensa FOTO: ANITA FERTL

Von bislang acht Klassenräumen bleiben vier erhalten. Die anderen wurden jeweils als EDV-, Handwerks-, Differenzierungs- und Ruheraum umgestaltet. Die Räumlichkeiten sind nun auf den neuesten digitalen Stand; vergrößert wurde zudem der Lehrerbereich.

Eine besondere Herausforderung beim Sanierungsprojekt sei gewesen, die Arbeiten größtenteils unter laufendem Schulbetrieb durchzuführen und Ferien- sowie Coronadistanzlernzeiten zu nutzen, erklärt Stoll: „Es kostet Zeit, wenn man Rücksicht auf die Abläufe nimmt. Dazu kam der eingeschränkte Platz.“

Auch die verschiedenen Höhen von Bestandsbaukörpern und Neubau mussten unter ein Dach gebracht und dabei den Ansprüchen der familiären Ganztagsgrundschule gerecht werden: „Die Schule hat Wert darauf gelegt, dass sie für ihr Unterrichtskonzept viel Platz und großzügige Bereiche haben für ihr offenes Arbeiten, auch im Betreuungsbereich. Uns war wichtig, diese Räume zu schaffen“, erklärt Architekt Stoll, der die gute Zusammenarbeit mit der Schulführung, der Gemeinde und auch den Elternvertretern betont. Diese waren über ein Jour fixe laufend in die Planungen eingebunden. Anita Fertl
                                


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