„Wir sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben“

Samstag, 24.04.2021 um 00:05 Uhr

Anzeige Angelika und Kevin Kiefer sprechen über Zusammenhalt, Vertrauen und die Zukunft des Familienbetriebs

Kiefer ist spezialisiert auf Sanierungsarbeiten - etwa an Fassaden wie der Freiburger Dreifaltigkeitskirche. Aber auch bodenständige und edle Innenarbeiten gehören zum Portfolio.

Samstag, 24.04.2021 um 00:05 Uhr

Im Jahr 2018 übernahm Angelika Kiefer nach dem Tod ihres Ehemanns Lothar Kiefer die Geschäftsführung im Familienbetrieb, Sohn Kevin die Geschäftsleitung. Angelika Kiefer und ihr Sohn berichten, was dieser Schritt für sie und das Familienunternehmen bedeutet.
       

Wann, Herr Kiefer, war für Sie klar, dass sie einmal in den Familienbetrieb einsteigen wollen?

Kevin Kiefer: Ich bin in einer Handwerkerfamilie groß geworden und kenne unseren Betrieb schon von klein auf. In den Ferien habe ich immer wieder dort gearbeitet, um mir mein Taschengeld zu verdienen und weil es mir riesigen Spaß gemacht hat. Ich habe schon in der Schule meinen Rektor gefragt, welche Schulempfehlung ich brauche, um später Maler werden zu können. Druck habe ich von meinen Eltern nie erlebt – aber es gab für mich kein anderes Ziel, als selbst Handwerker zu werden. Bald war dann klar, dass ich irgendwann in die Fußstapfen meines Vaters treten möchte.

Entsprechend haben Sie nach Ihrem Schulabschluss 2017 zunächst eine Ausbildung als Maler und Lackierer begonnen.

Kevin Kiefer: Genau. Es lief alles wie geplant, ich war in Ausbildung, wollte anschließend den Meister in München machen, und meine Eltern führten das Geschäft. Dann ist mein Vater plötzlich verstorben. Das war für meine Familie und mich ein unglaublicher Verlust. Und dann hat mich meine Mutter gefragt, ob ich unter diesen Umständen meinen Weg trotzdem beibehalten wollte. Für mich stellte sich diese Frage eigentlich gar nicht – ich wollte das auf jeden Fall. Entsprechend war schnell klar, dass meine Mutter und ich den Betrieb gemeinsam weiterführen wollen.

Frau Kiefer, was hat Sie in dieser Entscheidung bestärkt?

Angelika Kiefer: Ganz klar die Unterstützung meiner Familie, das Vertrauen unserer Mitarbeiter und unserer Kunden, die in der ganzen schweren Zeit geschlossen hinter uns standen. Mein Sohn Kevin ist dann im Mai 2018 aus seinem Ausbildungsbetrieb in den Familienbetrieb gewechselt und musste sich vieles in kurzer Zeit aneignen. Kevin hat parallel zur Geschäftsleitung natürlich trotzdem seine Ausbildung 2019 erfolgreich abgeschlossen, und so konnten wir zusammen als Team die Aufgaben meistern.

Führen den wachsenden Handwerksbetrieb mit viel Leidenschaft: Angelika Kiefer mit ihrem Sohn Kevin Kiefer
Führen den wachsenden Handwerksbetrieb mit viel Leidenschaft: Angelika Kiefer mit ihrem Sohn Kevin Kiefer

Wie gehen Sie, Herr Kiefer, damit um, dass Sie schon in so jungen Jahren Verantwortung für das Unternehmen mittragen?

Kevin Kiefer: Klar ist es ungewöhnlich, mit gerade einmal 24 Jahren gemeinsam mit meiner Mutter das Unternehmen zu führen. Der wichtigste Faktor ist, dass ich mich innerlich schon lange darauf vorbereitet hatte und wusste, worauf ich mich einlassen würde – auch wenn dann alles schneller kam als meine Mutter und ich es uns gewünscht hätten. Aber ich freue mich sehr, dass wir das gemeinsam geschafft haben. Wir haben unser Unternehmen erfolgreich umstrukturiert und weiterentwickelt. Mit der Übernahme vom Gipser- und Stuckateurbetrieb Braun aus Freiburg-Lehen im Jahr 2020 haben wir unsere Kernkompetenzen um eine gesamte Abteilung erweitert. Ich kann wirklich sagen, dass unser Experiment geglückt ist: Wir als Familienbetrieb sind jetzt da, wo wir sein wollen.

Was, Frau Kiefer, macht für Sie Ihren Familienbetrieb aus?

Angelika Kiefer: Die besondere Verbindung zwischen der Führung und den Mitarbeitern, die sich auch fachlich einbringen und selbst Verantwortung übernehmen. Unsere Zuverlässigkeit sowie die hochwertige handwerkliche Arbeit, die unsere Meister und Gesellen jeden Tag für unsere Kunden erbringen. Ich bin sehr stolz, dass es nun in der dritten Generation weitergeht.
   


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