Zimmerer im Hoch

Mittwoch, 20.10.2021 um 08:21 Uhr

Anzeige Unter den besten Fünf des Herbstes belegen die Zimmerer die Plätze 2 bis 4

FOTOS: ANITA FERTL

Mittwoch, 20.10.2021 um 08:21 Uhr

Philipp Hoch (21), innungsbester Zimmerer, mit 94,85 von 100 Punkten 

„Ich habe schon immer gerne mit Holz gearbeitet und auch als Kind schon viel selbst gebaut und gebastelt. Außerdem bin ich sehr gerne draußen und könnte es mir nicht vorstellen, nur drinnen zu arbeiten. Ich habe mich nach dem Abitur bewusst für eine Ausbildung entschieden, um nach der langen Schulzeit etwas Praktisches zu machen, Geld zu verdienen. Ein Studium kam nicht in Frage. Der Zimmererberuf ist genau mein Ding: das Bauen, das Draußensein. Die duale Ausbildung dauert drei Jahre und kann auf zwei verkürzt werden, wenn man Abitur hat. Man wird langsam in die Arbeitswelt eingeführt und bekommt immer mehr Aufgaben und Verantwortung zugeteilt. Positiv fand ich auch, dass man durch die überbetriebliche Ausbildung Einblicke in viele Bauberufe erhält. Mein Traum wäre, einmal mein eigenes Haus zu sanieren oder zu bauen.“
   

Zimmerer im Hoch Image 3

Bernhard Kaeuffer (32), Zimmerer, 94,2 Punkte

„Vor meine Zimmererlehre habe ich Geschichte und Ethik studiert, meinen Bachelor gemacht. Bevor ich mit dem Master weitermache, wollte ich eine richtige Handwerksausbildung absolvieren. Auf den Beruf des Zimmerers bin ich gekommen, weil ich neben dem Studium her schon immer gerne gearbeitet, was mit den Händen gemacht habe. Vor allen Dingen gefällt mir die Arbeit mit Holz und das Kognitive, dieses Zusammenspiel zwischen handwerklicher und geistiger Arbeit; man muss bei vielen Dingen selber nachdenken, auf Lösungen kommen und diese auch umsetzen. Jetzt möchte ich erst einmal arbeiten und Erfahrungen sammeln, aber auch gerne das Studium weiterführen und dann schauen, wie sich das kombinieren lässt. Ich weiß zwar noch nicht, wie ich dahin komme, aber ich würde schon gerne Berufsschullehrer werden in ein paar Jahren.“
   

Zimmerer im Hoch Image 4

Nils Rosinke (32), Zimmerer 94 Punkte

„Ich habe in Hamburg Geografie studiert, nebenbei aber auch immer viel gearbeitet und war reisen. Dabei habe ich festgestellt, dass das Arbeiten mit meinen Händen, und vor allen Dingen draußen, am meisten Spaß macht. Ausschlaggebend dafür, dass ich Zimmerer geworden bin, war mein Auslandsaufenthalt in Kanada. Dort bin ich zum Holzbau gekommen und habe festgestellt, dass es das ist. Dieses Schöpferische und dass man am Abend sieht, was man gemacht hat. Holz als Material ist genial, es ist für mich der ideale Werkstoff. Im Unterschied zum Schreiner ist der Zimmerer im Baugewerbe tätig. Man ist eines der Gewerke, die bauen, und das wollte ich: bauen. Das Schönste während der Lehre waren die Phasen, wo man durchgehend am Projekt war, der Bauherr froh war und man selbst stolz auf die Arbeit. Künftig will ich weiterarbeiten, man hat noch viel zu lernen.“ AUFGEZEICHNET: ANITA FERTL
  


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