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Freiburger Innovationspreis 2019

Dienstag, 07.05.2019 um 12:29 Uhr

Anzeige Auszeichnung bereits zum 14. Mal an fünf Unternehmen vergeben

Bereits zum 14. Mal vergab die Technologiestiftung Bio-Med Freiburg den Freiburger Innovationspreis gemeinsam mit dem Freiburger Medizintechnikunternehmen Stryker und unterstützt von der Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau. Die fünf Preisträger wurden am gestrigen Montagabend im Rahmen einer Feierstunde von Hanna Böhme, Vorsitzende der Technologiestiftung, sowie dem Leiter des Freiburger Strykerwerks, Christoph Gerber, im Beisein von Oberbürgermeister Martin Horn und Sparkassenvorstandsvorsitzender Marcel Thimm ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von jeweils 2000 Euro dotiert. Mit einer hohen Beteiligung von insgesamt 22 Bewerbungen belegt der Preis einmal mehr seine Bedeutung für innovative Unternehmer, Existenzgründer und Forscher in der Region. 

- Barrierefreies Umsetzen für Rollstuhlfahrer

Die erste von insgesamt fünf prämierten Innovationen ist ein neu erfundenes Rad. Der Designer Christian Czapek aus Staufen tüftelte so lange, bis er ein stabiles, in drei Segmente teilbares Rollstuhlrad entwickelt hatte. Mit dem Chapwheel können sich Rollstuhlfahrer ohne Hindernis und fremde Hilfe aus dem Rollstuhl seitlich heraus bewegen. Das umständliche Umsteigen in und aus Schieberollstühlen wird für Betroffene und Helfer stark erleichtert. Die so gewonnene Barrierefreiheit verhilft zu mehr Selbstständigkeit und Privatsphäre der Betroffenen.

Freiburger Innovationspreis 2019
- Gehirn-Computer-Schnittstellen zur Therapie neuronaler Erkrankungen

Interdisziplinäres Know-how auf dem Gebiet Mensch – Maschine ermöglicht bereits heute die Kommunikation mit dem menschlichen Nervensystem, wobei zunehmend künstliche Intelligenz zur Entschlüsselung der Gehirnaktivität eingesetzt wird. Mithilfe der Brain Interchange Technologie des innovativen Freiburger Unternehmens Cor-Tec sollen zukünftig so verbesserte Therapien für Krankheiten wie Parkinson, Epilepsie, Lähmung oder chronischer Schmerz entwickelt werden.

- Hochaufgelöste 3-D-Umgebungsmodelle im Vorbeigehen

Die digitale Erfassung von Umgebungen und Gebäuden sowie die Überführung in präzise 3-D-Modelle bilden die Grundlage für eine Vielzahl von Anwendungen. Der von den Freiburgern entwickelte Dotcube 600k kombiniert 3-D-Lasersensoren und Algorithmen aus der Robotik zu einem mobilen Laserscanner. Ob zu Fuß, im Innenbereich oder montiert an Drohnen für den Einsatz im Außenbereich, Dotscene liefert so vollständige 3-D-Modelle als Planungsgrundlage zu einem Bruchteil der bisher benötigten Ressourcen.

- Revolutionierte Verarbeitung eines uralten Material

Komponenten aus Quarzglas werden in Medizintechnik oder Optik eingesetzt.Mit einer neu entwickelten Verfahrenstechnik lässt sich Glas künftig wie Kunststoff formen, und das im Mikrometerbereich. Glassomer-Materialmischungen lassen sich durch 3-D-Druck, Bohren, Fräsen, Drehen oder Heißprägen strukturieren und in einer thermischen Nachbehandlung in hochtransparentes Quarzglas umwandeln. Das ermöglicht die Herstellung neuartiger und komplexer Strukturen, die Polymeren in seinen optischen Eigenschaften weit überlegen sind.

- Energie- und Anlagen-Monitoring via Internet

Bei der IoT-Plattform von Mondas handelt es sich umeine äußerst performante Monitoring- und Analysesoftware für Hersteller und Betreiber von dezentralen Energie- und Versorgungsanlagen, die für einen großen und räumlich weit verteilten Anlagenbestand verantwortlich sind. Die Plattform bietet großes Potenzial für die deutliche Senkung der Wartungskosten und für die Erhöhung der Betriebs- und Energieeffizienz. TGA-Planer können zudem die Inbetriebnahme von Gebäudetechnik deutlich beschleunigen.

Kontakte:
www.chapwheel.info
www.cortec-neuro.com
www.dotscene.com
www.glassomer.com
www.mondas-iot.de

Bio-Med Freiburg

Der Innovationspreis wird seit 1992 im zweijährlichen Turnus von der Technologiestiftung Bio-Med Freiburg vergeben. Die Stiftung berät und unterstützt Existenzgründer und junge Unternehmen. Zur Förderung von Innovationen und Technologien steht seit 1998 der Bio-Tech-Park Freiburg in der Engesser Straße zur Verfügung, der in den Jahren 2001, 2016 und 2019 bedarfsorientiert erweitert wurde.

Träger der Stiftung sind
• Stadt Freiburg im Breisgau
• Albert-Ludwigs-Universität
• IHK Südlicher Oberrhein
• Wirtschaftsverband industrieller Unternehmen Baden (WVIB)
• Handwerkskammer Freiburg
• Sparkasse Freiburg – Nördlicher Breisgau

Vorsitzende der Technologiestiftung ist Hanna Böhme, stellvertretender Vorsitzender ist Michael Richter.

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