EUROJACK - Holzfällermeisterschaft

Freitag, 29.07.2022

Anzeige | 30. Juli bis 01. August 2022

Nach pandemiebedingter dreijähriger Pause fliegen am Eichberg im Schuttertal wieder die Späne: Am Samstag und Sonntag, 30. und 31. Juli, sind bei den Schwarzwälder Holzfällermeisterschaften und dem Eurojack die Profis am Werk, am Montag, 1. August, kann dann jeder seinen Umgang mit der Säge unter Beweis stellen. Der RSV Schuttertal freut sich auf viele Zuschauer, die das Spektakel am Wochenende verfolgen und am Samstagabend bei der Holzfällerparty mit der Band „Rockspitz“ den Tag ausklingen lassen.

2019 fanden die letzten Holzfällermeisterschaften statt; wie üblich wird am Wochenende im Schuttertal nicht nur der Schwarzwald-Meister ermittelt, sondern am Sonntag wird auch der Eurojack-Sieger gekürt, nachdem bereits Wettbewerbe in Österreich und Tschechien stattgefunden haben. Neun Teilnehmer sind für den Wettbewerb am Sonntag gesetzt, die Top 11 vom Samstag qualifizieren sich zusätzlich für die Finalrunde am Sonntag, die wie üblich mit 20 Teilnehmern gestartet wird.

Vier Lokalmatadore wollen ins Finale

Unter den bislang gemeldeten 37 Männern aus Tschechien, Frankreich, Österreich, Deutschland und der Schweiz sind auch die Lokalmatadore Markus Vögele, Jannik Göppert, Tim Brucker und Thorsten Brucker am Start. Sie hoffen natürlich den Heimvorteil, angefeuert vom Publikum, nutzen zu können. Ein starkes Teilnehmerfeld macht ihnen die Qualifikation aber sicher nicht leicht. Auch zehn Frauen stellen sich am Samstag in ihrem Wettbewerb dem Kampf um den Titel, die drei Besten ziehen am Sonntag ins Finale ein.

Die vor drei Jahren eingeführte Wettkampfbühne wird laut Veranstalter an einem anderen Ort platziert, so dass die Wettkämpfe auch aus dem Zelt verfolgt werden können.

Los geht es am Samstag um 13 Uhr mit den vier Disziplinen in der Herren-Qualifikation liegend Schroten, Motorsäge – fliegende Scheiben (20 Stück), Einmannzusäge, Klettern (zehn Meter). Die Damen treten mit den gleichen Disziplinen an, nur statt Klettern steht bei ihnen Axtwerfen auf dem Programm. Um 18 Uhr wird der spektakuläre Länderteam-Wettkampf gestartet und ab 21 Uhr ist Partytime mit der Alpenrockband „Rockspitz“.

Am Sonntag dürfen sich die Zuschauer dann ab 13.30 Uhr auf sportliche Höchstleistungen im Kampf um den Schwarzwälder- und den Eurojack-Titel freuen. Doch schon ab 11 Uhr werden die Besucher zum Frühschoppenkonzert und Mittagessen im RSV-Zelt empfangen.

Die Damenmessen sich im Präzisionssägen mit Motorsäge, liegend Schroten, Motorsäge – fliegende Scheiben (20 Stück), Einmannzusäge und Axtwerfen. Die Herren starten ebenfalls mit dem Präzisionssägen mit der Motorsäge, dann liegend Schroten, Motorsäge – fliegende Scheiben (20), Einmannzusäge, Springboard und Treetoping, einer Kombination aus Klettern und Sägen. Im Anschluss an die Wettkämpfe findet im Festzelt die Siegerehrung statt.

An allen Tagen ist für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, außerdem gibt es am Samstag und Sonntag eine Forstausstellung und am Sonntag eine große Tombola. Das Festwochenende klingt am Montag mit dem Feierabendhock. Jedermann-Sägen, Schleppertreffen und Musik mit der Band „Doit“ aus.

Eintrittspreise: Zum Wettkampf am Samstag ist der Eintritt frei, Partytime 8 Euro; die Tageskarte am Sonntag kostet 8 Euro, am Montag freier Eintritt.

Es wird spannende Wettkämpfe am Eichberg in Schuttertal geben, bis die Sieger des Eurojack und die Schwarzwälder Holzfällermeister feststehen. Fest steht auf jeden Fall: Alle Teilnehmer können mit Axt und Säge perfekt umgehen.

Was versteckt sich aber hinter den Disziplinen, die gefordert sind? Nachfolgend jeweils eine kurze Erklärung:

Liegend Schroten: Der in einer Halterung verankerte Stamm muss mit der Axt durchtrennt, „geschrotet“ werden. Der Wettkämpfer steht dazu auf dem Stamm.

Einmann-Zusäge: Von einem waagerecht befestigten Stamm mit 40 Zentimeter Durchmesser ist eine Scheibe abzusägen, dabei darf kein Keil entstehen.

Motorsäge – fliegende Scheiben: Von einem frei auf dem Boden stehenden Stamm mit 18 Zentimeter Durchmesser und einem Meter Länge müssen 20 Scheiben abgesägt werden. Dabei darf es keinen Körperkontakt zum Stamm geben.

Klettern: Der Wettkämpfer, mit Gurten gesichert, muss an einem 12 Meter hohen Stamm mit Steigeisen hochklettern und die Glocke, die auf zehn Meter angebracht ist, anschlagen. Die Zeit wird gemessen, wenn er wieder den Boden berührt.

Präzisionssägen mit Motorsäge: Ein ein Meter langer und 22 Zentimeter starker Stamm steht frei auf dem Boden; in zwei Arbeitsschritten wird ein Kantholz von 50 Zentimeter Länge und fünf mal fünf Zentimeter Stärke ausgesägt.

Springboard: Der Wettkämpfer muss an einem 1,70 Meter hohen Baum mit der Axt Kerben schlagen, in die Trittbretter eingesteckt werden; auf dem zweiten Trittbrett stehend muss er einen auf den Hauptstamm aufgesetzten Stamm durchtrennen.

Treetoping: eine Kombination aus Klettern und Sägen.


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