Ausbeulen, spachteln, spritzen

Samstag, 16.10.2021 um 00:05 Uhr

Anzeige Jubiläum von Karosseriebau und Autolackiererei Becherer in Winden / Sonderlackierungen mit Effekten

Die beiden Werkhallen von Becherer an der ehemaligen B294 in Niederwinden FOTOS: NIKOLAUS BAYER

Samstag, 16.10.2021 um 00:05 Uhr

WINDEN. Ob Omnibus oder Motorradtank, Hagelschaden oder verbeulter Kotflügel – bedarf es dafür Farbe, Lack und neuen Glanz, so ist man bei Karosseriebaumeister Thomas Becherer in Winden genau richtig. Im dortigen Gewerbegebiet Hinteres Feld führt er den Karosseriebau- und Autolackierbetrieb Becherer. In diesem Monat feiert das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen.
   

Becherer GmbH

In der Gewerbestraße 10, direkt an der bisherigen B294, erledigt Becherers Betrieb die Reparatur und Instandsetzung aller Autobauteile – mit Ausnahme des Antriebs. Schäden an Blech oder an Kunststoffteilen werden beseitigt. Bei Glasbruch wird die Frontscheibe oder das Seitenfenster ausgetauscht. Und bei größeren Schäden werden auch ganze Karosserieteile komplett ersetzt. Becherer macht das für jeden Fahrzeugtyp.

Dabei muss häufig ausgebeult, die Oberfläche blank gemacht, gespachtelt, geschliffen und danach wieder gespritzt werden, damit alles so aussieht wie im Originalzustand. Die Lackierungen werden in vielfältigsten Farbabstufungen original nach den jeweiligen Richtlinien der Hersteller aufgebracht. Seit 2015 tut dies Becherer – im speziellen Fall – auch als zertifizierter Partner von Volkswagen, um Garantieleistungen zu erfüllen. Die Farbtöne und Lackeigenschaften werden im Betrieb bis auf feinste Nuancen und Zusammensetzungen selbst gemischt. Fast unbegrenzte Möglichkeiten gibt es so bei den Sonderlackierungen. Dabei können je nach Blickwinkel und Lichteinfall wechselnde Farbeffekte erzeugt werden. „Wir tragen – ganz nach Kundenwunsch – auch bestimmte Designs wie Streifenoptik oder Airbrush auf“, erläutert Thomas Becherer. „Außerdem lackieren wir alle Materialien, selbst Kunststoffe, sofern sie sich stofflich dazu eignen.“

Ein vom Autobesitzer besonders geschätztes Verfahren ist das Ausbeulen kleiner Dellen ohne Lackschäden, die sogenannte Drücktechnik. „Sie erspart dem Autofahrer viel Zeit und Geld und der Originallack bleibt erhalten“, sagt Becherer.

Firmenchef Thomas Becherer und sein Vater Eberhard Becherer in der ersten Werkhalle, in der Pkw-Teile ersetzt und nach dem Spritzen und Trocknen wieder eingebaut werden.
Firmenchef Thomas Becherer und sein Vater Eberhard Becherer in der ersten Werkhalle, in der Pkw-Teile ersetzt und nach dem Spritzen und Trocknen wieder eingebaut werden.

Gleiches gilt auch für das Miracle-Ausbeulsystem, das sein Betrieb seit 2014 verwendet. Dabei werden stark deformierte Bauteilemit Hilfe eines gleichnamigen Geräts wieder instandgesetzt. Die Delle wird herausgezogen und eine Rückverformung vorgenommen. „Ein gerade bei großen Teilen kostspieliger Austausch erübrigt sich so“, erklärt hier der Karosseriebauer, der diese Ausrichtung im Oktober 1999 bei seinem Betriebseintritt zusätzlich eingebracht hatte.

Entstanden war die Autolackiererei schon im Oktober 1971 in Elzach. Dort hatte sich Eberhard Becherer, der Vater des Geschäftsführers, selbständig gemacht. In der Spenglergasse – heute Weyergassen – hatte er sein Unternehmen gegründet, eine leer stehende Hinterhofwerkstatt gepachtet und fürs erste eingerichtet. Im Oktober 1978 verlagerte der Lackierermeister den Betrieb dann an seinen heutigen Standort in Niederwinden. Hier baute er die dringend benötigte, geräumige Betriebshalle mit den ersten beiden Spritz- und Trockenkabinen sowie Verwaltungs- und Sozialräumen. Direkt an der viel befahrenen Bundesstraße und umgeben von genügend Stellflächen fand er einen für sein Gewerbe idealen Platz. ban
  


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