Apikal – Innovation als Antrieb

Samstag, 31.10.2020 um 07:58 Uhr

Anzeige Mit einem Neubau im Gewerbepark Breisgau ist der Druckluftspezialist nun auch in Südbaden vertreten

Das nach innen geknickte Dach ist ein Markenzeichen des sächsischen Unternehmens.
               

Samstag, 31.10.2020 um 07:58 Uhr

Vom sächsischen Lauta ins süddeutsche Eschbach: Es ist eine ost-westdeutsche Erfolgsgeschichte, welche sich in dem schmucken Neubau der Apikal GmbH am Breisgauring 2 manifestiert. Klaus Händler, Unternehmer aus Leidenschaft, gründete den inzwischen weltweit tätigen Druckluftspezialisten Apikal vor 23 Jahren im Technologiepark in Lauta – mit nur einem Mitarbeiter und seiner Frau. Schnell wuchs der mittelständische Betrieb und zog schon dreieinhalb Jahre später auf sein neues Betriebsgelände, auf dem mittlerweile noch weitere Gebäude entstanden sind.
               

Heute sind mehr als 70 Mitarbeiter beim Standort in Lauta und nun neu unter der Firmierung Apikal Drucklufttechnik in Eschbach tätig. Mehr als 5000 Kunden in 13 Ländern beliefert man von Sachsen aus, viele davon auch in Baden-Württemberg. Seit 2015 war Apikal bereits Mieter im Gewerbepark, 2018 erwarb Händler das Grundstück am Breisgauring und bereits 2019 war Spatenstich und der Bau konnte beginnen. Rund 2,5 Millionen Euro hat Apikal in den Neubau investiert. Aktuell sitzen hier noch Verkauf und Service, nach und nach soll aber auch produziert werden. „So sind wir näher an einem Teil unserer Kunden“, unterstreicht Händler. Damit sorgt der Unternehmer auch für Arbeitsplätze in der Region.
                      

Apikal ist auch bereits Mitglied im Innovationscluster der Klimapartner Oberrhein. Damit wird das Ziel verfolgt, neue Technologien und Innovationen in marktfähige Produkte zu überführen, die die Energieeffizienz von Industrie und Gewerbe steigern. 

Wer mit Druckluft arbeitet weiß: Bei der Herstellung fallen weit über 90 Prozent der verwendeten Energie als Abwärme an. Diese sinnvoll weiter zu verwenden hat sich die Freiburger Firma Sorption Technologies GmbH zum Ziel gesetzt. Ihren Inhaber, Walter Mittelbach, kennt Händler bereits aus Sachsen. Schnell war klar, dass der neue Standort in Eschbach die Gelegenheit bietet, eine echte Innovation in Sachen Drucklufttechnik zu verbauen. „Die Abwärme zum Heizen zu verwenden, gehört in der Branche zum Standard“, so Mittelbach, „doch unsere Anlage wandelt die Wärme in Kälte um, das ist schon etwas besonderes.“ Denn Kühlung wird weitaus dringender benötigt, als Wärme, „vor allem hier im sonnigen Breisgau“, scherzt Händler.
               

Das Team im Apikal-Neubau im Gewerbepark Eschbach (v.l.): Andreas Epp, Kalyan Phan, Jana Epp und Patrick Wiesler
Das Team im Apikal-Neubau im Gewerbepark Eschbach (v.l.): Andreas Epp, Kalyan Phan, Jana Epp und Patrick Wiesler

Mit der sogenannten Kälteadsorptionsanlage will Händler an diesem Standort zeigen, welche Vorteile das neue System bringt. „Druckluft fällt bei uns aktuell keine an, weil wir momentan hier ein Büro- und Servicestandort sind“, erklärt Händler, „stattdessen nutzen wir die Fernwärme der Müllverbrennungsanlage, um die Abwärme zu simulieren.“

Innovation ist Händlers Geschäft: Regelmäßig arbeitet er mit verschiedenen technischen Hochschulen zusammen, ist stets offen für neue Entwicklungen und Ideen. So entwarf er beispielsweise in den Anfangszeiten seiner Firma für die Deutsche Bahn einen neuen Druckluftkompressor für deren Lokomotiven. Dieser überzeugte und wurde in mehr als 1000 Loks verbaut – der Grundstein für den Erfolg von Apikal war gelegt.

Auch wenn Händler nun auf die 70 zugeht, ist von Müdigkeit nichts zu spüren. Motiviert wie eh und je plant er die Zukunft seines Familienunternehmens – die nun auch hier im Südwesten stattfindet.
                


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