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Hospizgruppe Oberes Elztal feiert 20 Jahre

Do, 07. März 2024

Anzeige Ein besonderer Theaterabend zum Jubiläum - Der Theaterabend in Elzach beginnt am Sonntag, 17. März, um 19 Uhr im Haus des Gastes.

Der Beratungskreis der Hospizgruppe in der Sozialstation Oberes Elztal: Irmgard Reichenbach, Carola Riffel, Dorle Thoma und die Leiterin Heide Störr-Ruh (von links) NIKOLAUS BAYER

Seit 20 Jahren schenken Freiwillige in der Hospizgruppe Oberes Elztal ihre Zeit für den Dienst an Schwerstkranken. Das Jubiläumsjahr beginnen sie jetzt mit einem Theaterabend.

Die Hospizgruppe ist aus der Kirchlichen Sozialstation Oberes Elztal erwachsen und bis heute eng mit ihr verbunden. Ihre Gründung geht maßgeblich auf die lange Zeit ambulant tätige Krankenschwester Heide Störr-Ruh zurück, die sie auch leitet. Ihre tägliche Erfahrung, dass Schwerstkranke mehr Betreuungszeit bedürfen, als es die reguläre Pflege leisten kann, brachte sie dazu, zusammen mit einigen Mitstreiterinnen den Dienst aufzubauen. Seither ist die Hospizgruppe auf 18 Mitglieder angewachsen. Ein Beratungskreis steht Störr-Ruh zur Seite. Verwaltungsaufgaben übernimmt teilweise die Sozialstation. „Zeit und Zuwendung für Patient und Angehörige erbringt jede Betreuungsperson aber ehrenamtlich“, betont Störr-Ruh.

Die Hospizgruppe bietet ihre Hilfe jeder Person, jeder Familie an, unabhängig von Konfession oder Herkunft. Auf Wunsch begleitet sie Schwerstkranke und Sterbende zuhause, im Pflegeheim oder in der Klinik. Dauer und Intensität des Beistands richten sich ganz nach individuellem Bedürfnis. Er reicht von der Palliativberatung bis zur Krankenwache am Bett, vom Spaziergang mit Rollstuhl bis zur Mundpflege. Nötig werden kann auch der Ruf der Speziellen Ambulanten Palliativversorgung (SAPV). Pflegerische Tätigkeit bleibt jedoch dem Fachdienst vorbehalten.

„Häufig wird die Hospizgruppe erst spät gerufen, wenn Angehörige einfach nicht mehr können“, berichtet die Leiterin. Manchmal steht aber auch lange Begleitung mit hohem Unterstützungsbedarf an. In der Regel wird eine Betreuungsperson fest zugeteilt. „Denn der Aufbau von Vertrauen, von persönlicher Verbundenheit ist wichtig“, erläutert Störr-Ruh. Die Begleitung braucht viel Einfühlungsvermögen. Sie muss sich selbst zurücknehmen und oft auf ungewohntes Umfeld einlassen können. Erfahrungsgespräche in der Gruppe helfen dabei. Außerdem ist jede Betreuungsperson geschult. Vor ihrem ersten Einsatz muss sie eine Ausbildung mit rund 100 Unterrichtseinheiten durchlaufen, um für den Umgang mit Schwerstkranken und deren Bedürfnissen sensibilisiert zu sein. Die Hospizgruppe entlastet so Angehörige, lässt sie aber auch nach einem Sterbefall nicht allein. Seit 2010 bietet sie für Kinder eine kreative Trauerbegleitung an. Seit 2022 betreibt sie im Bürgerzentrum Ladhof ein Trauercafé, das einmal im Monat öffnet und gut angenommen wird. „Der Zuspruch für unsere Arbeit ist stark gewachsen“, freut sich Heide Störr-Ruh.

Die Hospizgruppe möchte deshalb auch einmal feiern. Zum Einstieg ins Jubiläumsjahr hat sie dafür das Musiktheater „Die Schönen“ aus Freiburg für ein Gastspiel gewonnen. Aufgeführt wird das Stück: „Ewig Jung“, das sich humorvoll mit dem „Älterwerden“ befasst. In ihm findet eine Ü-90-Party mit Rock und Pop als Lebenselixier statt. Auch frech und bissig geht es in dem Songdrama zu. Der Theaterabend in Elzach beginnt am Sonntag, 17. März, um 19 Uhr im Haus des Gastes. Der Vorverkauf ist bei den Buchhandlungen Augustiniok Waldkirch und Merkle Elzach. ban


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